Nächstes Event

Mein nächstes Kochevent findet am 25. November statt. Kulinarisches Thema: Kimbab.

 

Wer lieber zu Hause kochen möchte, folgende Termine sind noch frei:

 

18. November 2017

2. Dezember 2017

9. Dezember 2017

16. Dezember 2017

 

 

 

 

 

 

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Bulgogi - Koreanisches Feuerfleisch vom Grill

 

 

 

Was ist das schönste, bekannteste und beliebteste Gericht Koreas? (Nein, nicht Kimchi! Kimchi ist lediglich das „Nationalgericht“ Koreas.) Ich würde ja sagen, das bekannteste und beliebteste Gericht Koreas ist und bleibt immer noch: Bulgogi, gegrilltes Fleisch. (Foto: MissSeoulFood)

Vor allem im (westlichen) Ausland. Die US-Amerikaner kennen es als „Korean Barbecue“ und genießen es in Koreatown in Los Angeles. Beim Kindergartenfest meines kleinen Bruders in Castrop-Rauxel/Ickern war „Bulgogi“ der absolute Renner, der jedes Nackensteak und Würstchen abhing! Und das ist schon fast 30 Jahre hat. An der Bismarckstraße in Düsseldorf reiht sich ein koreanisches Restaurant ans nächste und alle führen „Bulgogi“ auf ihrer Karte. Und sogar in Indonesien brutzeln koreanische Köche „Bulgogi“ direkt am Tisch auf glühender Holzkohle. „Bulgogi“ hat also längst die Welt erobert.

Ich selbst kenne Bulgogi natürlich aus meiner Kindheit. In meiner Kindheit wurde nämlich ziemlich oft gegrillt. Zumindest kommt es mir so vor. Manchmal sind die Dinge in meiner Vorstellung ganz anders, als sie in Wirklichkeit sind. Kennen Sie das auch? Das ist so ähnlich, wie wenn ich denke, dass ich heute perfekt gestylt bin. Und dann zufällig an einem großen Spiegel vorbeigehe und feststelle, dass der Reißverschluss meiner Hose weit offensteht! Oder mein Haar VOLLKOMMEN durcheinander ist. Oder meine Wimperntusche komplett verschmiert ist und ich aussehe wie Tao Tao, der kleine Pandabär. Oder alles zusammen.

 

Ein Tisch mit einem Loch in der Mitte

 

Aber ich schweife ab. Schon als ich klein war, wurde ich mit Bulgogi gefüttert. Bulgogi heißt übersetzt übrigens Feuerfleisch. Nicht, weil es so schrecklich scharf ist. Sondern weil es über offenem Feuer zubereitet wird. „Echtes“ Bulgogi macht man nämlich nicht in einer beschichteten Pfanne auf dem Ceranherd. Nein, das könnte ja jeder…

Um „echtes“ Bulgogi zu machen, brauchen Sie zunächst einmal einen großen Esstisch. In die Mitte des Tisches sägen sie ein mittelgroßes, rundes Loch. In dieses Loch kommt ein Eimer mit weißglühender Holzkohle. Seien Sie vorsichtig beim Einsetzen. Der Eimer ist ganz schön heiß! Über diesen Eimer kommt eine metallene Kuppel mit vielen kleinen Löchern. Sobald sich die Kuppel aufgeheizt hat, legen Sie das Fleisch drauf und grillen es. Fertig! Den Tisch können sie übrigens wiederverwerten und jedes Mal benutzen, wenn Sie Bulgogi grillen möchten. Wenn Sie heute lieber Schnitzel oder Pizza essen wollen, bedecken Sie das Loch mit einer perfekt schließenden Metallplatte.

In Korea gibt es zahlreiche Restaurants, die sich ausschließlich auf Bulgogi spezialisiert haben. Viele von ihnen sind im traditionellen Stil eingerichtet. Das heißt, die Tische sind so niedrig, dass man auf dem Fußboden sitzen muss. (Aber immer noch hoch genug für den Kohleeimer! Keine Ahnung, wie die das schaffen.) Im Hintergrund läuft oft ein Fernseher, der den koreanischen Sportkanal zeigt. Zahlreiche resolute, ältere Damen „kümmern“ sich um die Gäste. (In Wirklichkeit sollten Sie allen ihren Anweisungen genauestens Folge leisten… Sonst gibt es Ärger. Und ich hole Sie da nicht raus!) Und wenn man nach Hause geht, muss man erst seine Schuhe suchen. Die hat man ja am Eingang ausgezogen. Wie sonst hätte man sonst das Lokal betreten können, der traditionell koreanische Fußboden ist eine schuhlose Zone.

 

Kimchi gehört natürlich auch dazu

 

Natürlich isst man Bulgogi auf keinen Fall pur! Zum Fleisch gibt es eine Schüssel weißen, gekochten Reis. Eine Suppe. (Am liebsten esse ich dazu Kimchi-Chigae, eine Art Eintopf mit Kimtchi. Dem koreanischen Nationalgericht.). Jede Menge Banchan. (Das sind die koreanischen Beilagen, die aus Gemüse, Salat, Meeresfrüchten, Seetang, Tofu und vielem mehr bestehen.) Und natürlich Kimchi. (Sie sehen schon. Um Kimchi kommen Sie in Korea nicht herum.).

Die wichtigste Beilage bei Bulgogi sind jedoch frische, knackige Salatblätter. Darin wird Bulgogi nämlich eingewickelt: Man legt ein Salatblatt auf den Handteller, legt ein kleines Stück Bulgogi hinein, einen Löffel Reis, ein kleines Blatt Kimchi, ein bisschen Chili- oder Sojabohnenpaste, rollt das Ganze zu einem kleinen Päckchen zusammen und verschlingt es mit einem Bissen. (Sie können auch mehrfach abbeißen. Das sieht aber in der Regel wenig elegant aus und funktioniert auch nicht wirklich. Aber bitte, tun Sie sich keinen Zwang an. An der koreanischen Tafel ist alles erlaubt. Außer Naseputzen.)

Sehr zu empfehlen ist übrigens die Zugabe von ganzen Knoblauchzehen. Die dürfen kurz angegrillt sein, damit sie etwas milder schmecken und riechen. Aber ich finde, das ist nur was für Weicheier. Wem das klassische Salatblatt zu langweilig ist, legt noch ein Sesamblatt dazu. Das gibt der ganzen Sache noch einen Extra-Pfiff Würze. Sesamblätter gibt es im deutschen Supermarkt übrigens nicht zu kaufen. Habe ich schon versucht. Kennt hier kein Mensch. Deshalb betreibt mein Vater hinterm Haus auch einen Gemüsegarten. Der ist kein kurzweiliges Hobby. Sondern pure Notwendigkeit. Subsistenzwirtschaft im Ruhrgebiet. (Ohne die landwirtschaftlichen Fähigkeiten meines Vaters wären meine Eltern schon längst verhungert. Oder würden nur noch deutsches Essen essen.)

Ach ja. Messer und Gabel können Sie bei Bulgogi getrost vergessen. Sie müssen mit Löffel und Stäbchen essen. „Auch das Fleisch?!?!?“. Natürlich auch das Fleisch. Das wurde selbstverständlich vom Koch vorgeschnitten. Und wird kurz nach dem Grillen auf der Metallkuppel nochmal mit einer Schere (!) in mundgerechte Stücke zerteilt. Damit das mit den Stäbchen auch funktioniert. Und Ihre Hände sollten Sie auf jeden Fall auch vorher waschen. Schließlich legt man die Salatblätter auf die nackte Hand.

 

Und so macht man Bulgogi:

 

Für die Marinade

1 fein pürierte Zwiebel

3 fein pürierten Knoblauchzehen

1 EL Sesamsaat

3 EL Sojasoße

1 EL Sesamöl

1 TL Reiswein

2 EL Zucker

Gegebenenfalls ein wenig Wasser

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500 Gramm Rinderfilet

 

Das Fleisch in dünne Streifen schneiden.

Aus den restlichen Zutaten eine Marinade rühren.

Das Fleisch über Nacht abgedeckt im Kühlschrank in der Marinade einlegen.

Grillen, am besten auf Holzkohle, und genießen.

Dazu passen gekochter, weißer Reis und Kimchi.

 

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