Nächstes Event

Mein nächstes öffentliches Kochevent findet am 5. Mai 2017 statt.

 

Wer lieber zu Hause kochen möchte, folgende Termine sind noch frei:

 

5. Mai 2018

9. Juni 2018

16. Juni 2018

23. Juni 2018

 

 

 

 

 

 

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Herbstzeit - Kürbissuppenzeit

 

 

Bald ist Halloween. In der Nacht zum 1. November feierten die Kelten das Ende des Sommers und den Beginn der kalten Jahreszeit, der auch mit dem Tod in Verbindung gebracht wurde. An diesem Abend, so glaubten die Kelten, trifft die Welt der Lebenden auf die Welt der Toten. Ganz schön gruselig, oder? Und mit großen Lagerfeuern, Opfergaben und wilden Verkleidungen versuchten die Kelten daher die Geister abzuschrecken. (Foto: MissSeoulFood)

Die Kelten, also genauer gesagt die Iren, brachten den Brauch nach Amerika, von dort aus kam er zurück nach Europa und seit einigen Jahren wird auch in Deutschland Halloween gefeiert. Mit gruseligen Kostümen und lustig ausgehöhlten und beleuchteten Kürbissen. In Korea selbst ist Halloween nicht wirklich verbreitet. Ich glaube, die Koreaner finden dieses Fest irgenwie zu laut, zu aufdringlich und zu frech. Schließlich soll man ja tatsächlich von Haus zu Haus gehen, "trick or treat" brüllen und böse Streiche spielen, wenn es keine süßen Gaben von den Hausbesitzern gab... Wenn ich als Kind so um die Häuser gezogen wäre, meine konfuzianisch geprägten Eltern hätten sich in Grund und Boden für mich geschämt! Die finden es ja schon peinlich, wenn ich in der Öffentlichkeit laut lache. Auch das mit dem wilden Verkleiden finden Koreaner auch, glaube ich, eher beängstigend oder doch zumindest ungehörig. Warum das so ist, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Aber jetzt habe ich ein neues, interkulturelles Thema über welches ich nachdenken kann... Ich berichte, sobald ich zu einem Ergebnis gekommen bin.

 

"Halloween" in Korea

 

Aber die Koreaner brauchen ja auch gar kein Halloween, denn sie haben ja ihr eigenes Herbstfest. Von Chuseok habe ich ja schon erzählt. Auch da kommt man in Kontakt mit den Toten, aber anstatt sie schreiend zu vertreiben, verehrt man sie an ihrem Grab und bringt ihnen Opfergaben dar. Allerdings verehrt man auch nur die eigenen Ahnen und die Geister der Vorfahren sind ja niemals böse. Kein Grund, rumzuschreien.

Und die Kürbissuppe, die lieben die Koreaner auch. Überhaupt essen sie gern Kürbis. Natürlich auch als Suppe. Ich muss gestehen, dass ich als Kind niemals koreanische Kürbissuppe bekommen habe. Erst als junge Erwachsene wurde ich damit bekannt gemacht und im koreanischen Restaurant Namu meiner Freundin Samhae wurde mir eine ganz fantastische Kürbissuppe serviert. Sehr sämig, mit einem feinen, samtigen Reisgeschmack. Einfach vorzüglich!

Mittlerweile habe ich aber meine eigens Kürbisrezept gefunden. Am liebsten nehme ich einen Butternutkürbis, allein schon deshalb, weil die Farbe einfach umwerfend ist. Außerdem mag ich den Namen. Klingt irgenwie niedlich. Für eine ganz milde, fruchtige Säure gebe ich einen Apfel dazu. Abgeschmeckt wird natürlich mit Salz. Und für ein bisschen zusätzliche Süße gern ein bis zwei Esslöffel Zucker. Ich nehme gern braunen Rohrzucker, weil er einen leichten Karamellgeschmack hinzufügt. Man kann natürlich auch andere Süßungsmittel, wie Honig oder Agavendicksaft (für meine veganen Freunde!) nehmen. Für die Bindung nehmen die Koreaner eingeweichten und gekochten Klebreis. Die Reisstärke macht die Suppe sämig und gibt auch noch ein leichtes Reisaroma. Es müssen eben nicht immer Milchprodukte sein. Happy Halloween!

 

Rezept für koreanische Kürbissuppe, vier Personen

 

60 Gramm Klebreis

1 Butternutkürbis

1 Apfel

Salz und Zucker zum Abschmecken

Kürbis-, Sonnenblumen- und Pinienkerne zum Dekorieren

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Den Reis in reichlich kaltem Wasser 45 Minuten lang einweichen.

Den Kürbis und den Apfel schälen, entkernen, in grobe Stücke schneiden.

Kürbis und Apfel mit rund 1,2 Litern Wasser aufsetzen, zum Kochen bringen und in etwa acht Minuten weichkochen. Etwas abkühlen lassen und mit dem Pürierstab pürieren.

Den abgetropften, eingeweichten Reis in die Suppe geben und ca. 20 Minuten bei kleiner Hitze weiterkochen. Aufpassen, dass die Suppe niciht anbrennt. (Umrühren!)

Etwas abkühlen lassen, glatt pürieren.  Die Konsistenz sollte schön sämig und weder zu fest, noch zu flüssig sein. Mit Salz und Zucker nach Geschmack abschmecken.

Auf Suppenschalen verteilen, mit den Kernen dekorieren und heiß servieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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